Pädagogik

Ein gemeinsames Pädagogisches ICT-Konzept für die Schulen der Stadt Bern

Ab Schuljahr 2010/2011 gilt in den Schulen der Stadt Bern das neue Pädagogische ICT-Konzept. Auf der Grundlage des Konzeptes von 2004 und des Lehrplanes ICT hat das Teilprojekt Pädagogik die Richtziele und Massnahmen neu definiert. Nach einer Vernehmlassung der Kernpunkte liegt die definitive Fassung seit dem 26. März 2010 vor.
 

ICT ist Querschnittaufgabe

ICT und Medienkompetenzen sind heute untrennbar miteinander verbunden. Im Unterricht musss also eine integrierte Auseinandersetzung mit der Welt der Medien stattfinden. Dies geschieht auf drei Kompetenzniveaus:

 

  • Kennenlernen, Orientieren (Techniken und Verhaltensweisen werden erlernt)
  • Anwenden (ICT wird als Werkzeug im (Fach-)Unterricht eingesetzt)
  • Auseinandersetzen (Auswirkungen, Chancen und Gefahren von ICT und Medien auf das Leben der Schülerinnen und Schüler werden thematisiert) 
 
Dabei ist ICT kein Schulfach - die Zielsetzungen werden in die Stufenlehrpläne der Stundenplanfächer integriert.
Vorteile: ICT kann zur Differenzierung des Unterrichts, zur Integration lernschwacher und -starker Schüleinnen und Schüler, sowie als zusätzliches methodisch-didaktisches Werkzeug in Werkstätten und/oder Wochenplanarbeit eingesetzt werden.
 

Ausbildung als Schlüssel zum Erfolg

Damit die Computer im Unterricht zielgerichtet und stufengerecht eingesetzt werden, ist die Ausbildung der Lehrpersonen ein zentrales Anliegen des Projektes base4kids. Im Lehrplan des Kantons Bern ist seit dem Schuljahr 2007/2008 ein Zusatz "Informations- und Kommunikationstechnologien" (ICT) in Kraft. Er gibt verbindliche Lernziele für die Schuljahre der 1. - 9. Klasse vor. Zur Erreichung dieser Lernziele ist es erforderlich, dass die Lehrpersonen auf verschiedenen Ebenen fit gemacht werden.

1. Persönliche ICT-Fertigkeiten der Lehrpersonen: 
Untersuchungen zeigen, dass nur Lehrpersonen mit genügenden ICT-Fertigkeiten den Computer in der Schule einsetzen. Deshalb bestehen Standards, die von der Erziehungsdirektion (ERZ) im Januar 2010 neu definiert wurden. Die Lehrpersonen erarbeiten diese selbständig in Weiterbildungskursen oder mit der Unterstützung der ICT-verantwortlichen Lehrpersonen in jeder Schule.

2. Methodisch-didaktische Weiterbildung: 
Das Institut für Weiterbildung IWB der PH Bern bietet das Unterstützungsangebot "Unterrichten mit ICT" speziell für die Schulhaus- und Stufenkollegien der Stadt Bern an. Es richtet sich einerseits nach den Zielsetzungen des pädagogischen Konzeptes aber insbesondere auch nach den Bedürfnissen der einzelnen Kollegien.

3. Einführung der Plattform base4kids: 
Die meisten Lehrpersonen sind sich die Arbeit in einer grossen Server-Client-Plattform nicht gewohnt. Die vielfältigen Möglichkeiten der Infrastruktur werden durch die ICT-V in den Schulen eingeführt. Die Schulung der ICT-V übernehmen Mitarbeitende der Informatikdienste (ID).

4. Festigen und Erweiterung der Kompetenzen: 
In den neu geschaffenen Pädagogischen Konferenzen für ICT-verantwortliche Lehrpersonen werden neue Impulse vermittelt, welche die Umsetzung von ICT in den Schulen erleichtern und begünstigen sollen (z. B. Lernsoftwareeinführungen, Input-Referate zu aktuellen Tendenzen, Workshops).